Leseprobe Froschkuss von Jo Berlin

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Auf dem Weg zurück zu meinem Schreibtisch kam ich wieder an dem Büro von Lars vorbei und irgendwie konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und drückte mein rechtes Ohr an die Tür, die sich aber genau in diesem Moment öffnete. Fast wäre ich Lars in die Arme gefallen, der mich vollkommen entgeistert anstarrte: „Was machst du denn da?“ Der Duft eines süßlichen Frauenparfums erfüllte den Raum, und mir wurde ganz schwindelig. Ich rappelte mich wieder auf und lief knallrot an, das spürte ich genau, Mensch war das peinlich! „Ich dachte, bei dir sind Einbrecher im Büro“, stammelte ich blöd, „ich habe so komische Geräusche gehört.“ Erst jetzt bemerkte ich Celine, die sich modellike in dem Besucherstuhl gegenüber dem Schreibtisch von Lars räkelte, die schlanken langen, schwarz bestrumpften Beine übereinandergeschlagen. Ihr Parfum hatte ich also schon im Flur gerochen. „Oh, habe ich euch gestört?“, fügte ich überflüssigerweise hinzu. „Du hast vielleicht Nerven!“, erwiderte Lars nur und machte eine Bewegung, als wolle er mich samt der geöffneten Tür wieder nach draußen befördern. „Ich bin schon wieder weg“, sagte ich deshalb nur und drehte mich auf dem Absatz um. Hinter mir hörte ich das alberne Kichern von Celine. „Hast du eine neue Hose?“, fragte mich Lars, und ich drehte mich noch einmal überrascht um. Was sollte denn diese Frage? „Ja“, erwiderte ich und lächelte: „Gefällt sie dir?“
Er musterte mich von oben bis unten: „Geht so.“

 

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